Burg Hochosterwitz

Die Burg Hochosterwitz liegt in der Gemeinde St. Georgen am Längsee, rund 20 km von Klagenfurt entfernt.

Lage der Burg

Hochosterwitz liegt auf einem 175m hohen Dolomitfelsen, auf dem bereits zur Bronzezeit Siedlungen standen. Auf den Berg führt ein gewundener Fahrweg durch 14 historische Tore aus dem 16. Jahrhundert oder die Schrägbahn, die 1993 in Betrieb genommen wurde und die Besucher in 95 Sekunden nach oben transportiert. Dank der exponierten Lage hat man von der Burg eine sehr gute Aussicht auf die Gegend.

Eine einzigartige Burg

Die Burg besteht aus der Hochburg mit Burghof und Zierbrunnen, der Burgkirche und verschiedene Funktionsgebäude wie Schmiede und Zimmerei. Die Waffenkammer der Burg beherbergt Schätze wie Jagdwaffen, Kanonen und Armbrüste. Heute kann man die Burg besichtigen, an einer der vielen Veranstaltungen wie Konzerten oder dem Kinderfest teilnehmen, oder im Burgrestaurant die Kärtner Küche genießen.

 

Geschichte der Burg 

In einem der schönsten Täler Kärntens erhebt sich ein 150 Meter hoher Kalksteinfelsen, der von allen umliegenden Bergen und Hügeln aus zu sehen ist. Die Berge von Friesach und dem Gurktal, der Ulrichsberg, der Magdalensberg, die Gerlitzen und die Villacher Alpe, ein Teil der Karawanken, das Hochland des Herzogtums St. Veit und die zahlreichen daneben liegenden Burgen und Ruinen (wie Mansberg, Taggenbrunn, die Kraiger Schlösser, Nussberg, Liebenberg, Liebenfels und Karlsberg) gehören zur Aussicht, die dem Besucher von der Burg Hochosterwitz aus geboten wird.

In einer Schenkungsurkunde des König Ludwig des Deutschen aus dem Jahr 860 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, als Friesach und mehrere Höfe an das Bistum von Salzburg verschenkt wurden. Darunter war auch ein Hof bei Osterwitz (curtis ad Astaruizza). Die Burg ist in den ältesten, zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert datierten Dokumenten und auch während der Angriffe der türkischen Völker im 15. Jahrhundert als Zufluchtsort für die Bevölkerung genannt. Anfangs im Eigentum des Grafen Ceizolf von Spanheim, ein Nachkomme des deutschen Kaisers Arnulf von Karantanien, bekannt als der erste Schenk von Osterwitz, bleibt die Burg im Eigentum seiner Familie. Nach dem Tod von Hans Schenk von Osterwitz am 30. Mai 1478, der letzte seines Stammes, fällt sein Eigentum an König Friedrich III. zurück. 

Zum Dank für die Unterstützung der kaiserlichen Truppen im Krieg gegen die Türken überschreibt Kaiser Ferdinand I. am 22. November 1541 die  Pfandrechte am Eigentum der Burg Hochosterwitz an Christoph Khevenhüller von Aichelberg, Landeshauptmann von Kärnten. Von Christoph Khevenhüller stammen die beeindruckenden Grundrisse der in jener Zeit zum ersten Mal als Festung verwendeten Bastionen. Sie wurden wahrscheinlich von Domenico dell‘ Aglio, einem der bedeutendsten Militärarchitekten seiner Zeit, errichtet.

Nach dem Tod von Christoph Khevenhüller im Jahr 1557 erbt sein ältester Sohn Johann V. das Pfandrecht. Er soll den Bau des Herrschaftshauses am Fuße des Burgbergs angeordnet haben, wie eine Steintafel mit der Inschrift „J. K. 1559” bezeugt. Wegen seiner diplomatischen Verpflichtungen und seines Wohnsitzes in Spanien tritt Johann V. Khevenhüller das Pfandrecht an seinen Cousin Georg Khevenhüller ab, der es am 18. März 1571 von Erzherzog Karl von Innerösterreich käuflich erwirbt. Als geheimer Rat des Erzherzog Karl und Landeshauptmann von Kärnten stand Georg an der Spitze der politischen Gesellschaft seiner Zeit.