Der Name Wörthersee  leitet sich vom althochdeutschen Werdersee – Inselsee ab und bezieht sich auf drei Inseln (Blumeninsel – Kapuzinerinsel – Maria Loretto) im Wörthersee. Maria Loretto, kam durch die Tieferlegung des Wasserspiegels um ca. 1770 bei Maria Wörth jedoch zum Festland.

Mit einer Fläche von 19,3875 km² und einer Länge von über 16 km eingebettet im Mittelkärntner Hügelland besticht der See durch seine ausgezeichnete Badewasserqualität und bietet in den 10 Strandbädern um den See bei bis zu 27° Wasserthemaratur in Ufernähe sommerliche Abkühlung.


Die sich in West-Ost Richtung erstreckende Seewanne ist durch Inseln, Halbinseln und unterseeische Schwellen in 3 Becken gegliedert. Das westliche und tiefste (85,2 m) reicht von Velden bis Pörtschach, das mittlere (Tiefe 39,9 m) von Pörtschach bis Maria Wörth und das östliche (Tiefe 73,2 m) von Maria Wörth bis Klagenfurt.

Es münden eine Vielzahl von kleineren Bächen in den Wörthersee welche jedoch bei einer mittleren Zuflussmenge von 2.460 l/s gesamt 10 Jahre und 6 Monate benötigen würden um den See zu füllen.

Rund um den Wörthersee wurden folgende Landschafts- und Naturschutzgebiete ausgewiesen:
Lendspitz Siebenhügel 104 ha, Leonstein 22 ha, Maiernigg 24 ha, Pörtschacher Halbinsel 8 ha, Pyramidenkogel 770 ha, Rauth 152 ha, Schrottkogel 504 ha, Villa Alban Berg 12 ha und Walterskirchen 23 ha und ergibt somit gesamt 1.619 ha wertvolle und naturbelassene Bereiche.

Fischerei und Fischbestand: Die Hauptfische des Wörthersees sind die Reinanke (Maräne), der Hecht, Seeforelle wie auch der Forellen- und Sonnenbarsch. Die Angelsaison am See beginnt am 10. Mai und endet am 20. Oktober.

Region und Einzugsgebiet Wörthersee:

Mit der Landeshauptstadt Klagenfurt und teilweiser regionaler Bezugsnahme des Einnzugsgebietes und der örtlichen Gegebenheiten (Gemeinden) umfasst die Region Wörthersee in den von uns erfassten Orten Rosegg – Klagenfurt am Wörthersee – Krumpendorf am Wörthersee – Maria Wörth Moosburg in Kärnten – Pörtschach am Wörther See – Reifnitz – Schiefling am Wörthersee – Techelsberg am Wörther See – Velden am Wörther See und Wernberg rund 354,25 km².

Sage vom Wörthersee – Wörthersee Mandl:

Es wird in einer Sage von einer Stadt mit prächtigen Häusern erzählt, die vor vielen hundert Jahren sich dort befunden haben soll, wo heute der Wörthersee liegt. Wie es oft kam waren die Bewohner durch ihren Reichtum übermütig geworden.

So kam es, dass sie sich einst am Vorabend eines Osterfestes zu Tanz und Gelage versammelten. Schon zeigte Glockengeläute die späte Stunde an, doch niemand kümmerte sich darum. Da öffnete sich die Türe des Festsaales und herein schritt ein kleines eisgraues Männchen und blickte verwundert auf die lärmende Gesellschaft. Grollend erhob es seine Stimme: Oh ihr Schwelger, wisst ihr nicht, welche Feier wir morgen begehen? Kehret heim, ehe die Stunde der Buße verrinnt und die Strafe euch erreicht. Aber nur höhnisches Lachen antwortete ihm, und nur noch wilder wirbelten die Paare im Tanz. 

Wenige Minuten vor Mitternacht betrat der Alte zum zweiten Mal den Saal, aus dem das wüste Geschrei der Trunkenen tönte. In seinem Arm hielt er ein Fäßchen. Noch einmal mahnte er zu Umkehr und Buße. „Sonst öffne ich den Hahn des Fässchens, und Tod und Verderben kommt über euch” Wieder antwortet ihm nur rohes Gelächter. Da schlägt es Mitternacht, alle Lichter erlöschen, die Mauern erzittern, Regen stürzt hernieder und ein furchtbares Gewitter bricht los. 

Mit offenem Hahn liegt das Fässchen des verschwundenen Männchens, endlose Fluten entströmen ihm. Sie dringen in alle Räume und strömen fort, bis sie die ganze Stadt und die ganze Gegend überschwemmt und ihre frevelnden Bewohner ertränkt haben. So entstand der Wörthersee. Städte, Kirchen und Dörfer liegen in seiner unergründlichen Tiefe begraben, riesige Fische und Wasserschlangen hausen in den alten Palästen.